Das Cloud Computing

Was ist eigentlich Cloud Computing?buntig

Cloud Computing (frei übersetzt „Rechnen in einer Wolke“) versteht man ein Speichern von Daten in einem Rechenzentrum, welches nicht vor Ort ist, also nicht auf dem eigenem Heimcomputer. Man versteht unter Cloud Computing aber auch eine Ausführung von bestimmten Programmen, die nicht auf dem lokalen Arbeitsplatzcomputer oder Server installiert sind, sondern aus einer – metaphorisch gesprochen – „Wolke“ bezogen wird, die einem von einem Cloudanbieter zur Verfügung gestellt wird.

Technischer formuliert: Das Cloud Computing beschreibt eine Ansatz, abstrahierte IT-Infrastrukturen (z. B. Rechenkapazität, Datenspeicher, Netzkapazitäten oder fertige Software) dynamisch an den Bedarf anzupassen und über ein Netz zur Verfügung stellen. Das Angebot sowie die Nutzung der Dienstleistungen erfolgt dabei ausschließlich über technische Schnittstellen und Protokolle sowie über Browserfunktionen, welch esich vor Ort befinden. Die Spannweite der im Rahmen des Cloud Computings angebotenen Dienstleistungen umfasst das gesamte Spektrum der Informationstechnik und beinhaltet unter anderem Infrastruktur, Plattformen und Software. Diese Bereiche werden im Fachjargong IaaS (Infrastructure as a Service), PaaS (Platform as a Service) und SaaS (Software as a Service). „As a Service“ zeigt hier eindeutig, dass Cloudbereiche von einem bestimmten Anbieter zur Verfügung gestellt werden.

Über ein Netzwerk erolgt der Zugriff auf die entfernten Systeme, beispielsweise über das Netzwerk Internet. Von Firmen gibt es allerdings auch sogenannte „Private Clouds“, die Bereitstellung erfolgt hier über ein firmeninternes sogenanntes „Intranet“.

Wie ist Cloud Computing eigentlich entstanden?

Das Internet an sich hat seinenUrsprung in den 60er Jahren, erlangte aber erst in den frühen 90ern an echter Bedeutung für die Welt der Unternehmen. Man kann sagen, dass das Internet an sich im Jahr 1991 seine Anfänge hatte. 1993 wurde ein Webbrowser namens Mosaic vorgestellt, mit dem Benutzer Webseiten anzeigen konnten, die vorerst allerdings nur unbewegte Grafiken und Text enthielten. Dies brachte dann auch die ersten Websites von Unternehmen hervor – dabei handelte es sich vorwiegend um IT- und Technologieunternehmen.

Mit der Entwicklung und dem Ausbau von Internet und Internetverbindungen allgemein, wurde es schneller und zuverlässiger. Dann entwickelte sich auch eine neue Art von Unternehmen – der sogenannte Application Service Provider (kurz: ASP) oder Anwendungsdienstleister. Diese Unternehmen führten vorhandene geschäftliche Anwendungen für Kunden aus. Das Geschäft lief so ab, dass der jeweilige ASP die EDV-Hardware kaufte und die Anwendung am Laufen hielt, während der oder auch die Kunden eine monatliche Gebühr entrichteten und über das Internet auf die Anwendung zugreifen konnten.

cloud halfCloud Computing hatte allerdings erst zur Jahrtausendwende seinen eigentlichen Durchbruch und wurde zu der Art von Service, wie wir ihn heute kennen. Zu diesem Zeitpunkt nutzte salesforce.com seine eigene mandantenfähige Anwendung und stellte diese vor. Diese Anwendung wurde unter Berücksichtigung folgender Punkte konzipiert:

  • Ausführung in einer Cloud
  • Zugriff auf die Cloud per Internet (über einen Webbrowser)
  • Simultane Nutzung mit einer große Zahl an Kunden zu niedrigen Kosten

Seitdem ist die Cloud gewachsen: 2013 wurden weltweit circa 47 Mrd Dollar für Cloud-Services ausgegeben. Vorrausichtlich wird sich diese Summe bis circa 2017 mehr als verdoppeln, ergo auf über 108 Mrd Dollar, eben weil immer mehr Unternehmen in Cloud-Services als Grundlage für neue, wettbewerbsfähige Angebote investieren.

Cloud Computing für den privaten Gebrauch

„Rechnen in der Wolke“ – dieser Begriff könnte wohlmöglich irreführend sein, denn mit Wolken hat die Technik, welche dahintersteckt, wenig zu tun. Gemeint ist damit – wie auch bereits beschrieben – dass sich Software oder Dateien nicht mehr auf der Festplatte eines, meiste des eigenen, Computers befinden, sondern auf dem Server eines Anbieters. In einer Cloud lassen sich verschiedenste Dinge speichern, etwa Fotos, Videos, E-Mails, E-Books, Musikdateien oder digitale Zeitschriften. Auch Computerspiele werden in der Cloud für Liebhaber zur Verfügung gestellt. Auf eine Cloud hat der Benutzer dieser rund um die Uhr Zugriff – bei funktionierendem Internetzugang. Theoretisch nutzt die Mehrheit der Bürger Cloud Computing schon lange, nur war der Ausdruck noch nicht sehr bekannt.

Was bietet Cloud Computing?

Cloud Computing bietet vor allem hohe Flexibilität. Hier einige Beispiele aus der Praxis: Wer einen Web.de- oder Googlemail-Zugang hat, kann von jedem Computer mit Internetanschluss auf der ganzen Welt darauf zugreifen, ohne dass er eine spezielle Software herunterladen muss. Diesen Vorteil nutzen viele Menschen bereits wie ganz selbstverständlich, ohne sich dabei bewusst zu sein, dass es sich bei dieser Möglichkeit der Nutzung um einen Cloud-Service handelt. Auch wer bloggt, also auf einer Seite immer wieder aktuelle Beiträge über ein bestimmts Thema veröffentlicht, ein Facebook- oder Twitter-Konto hat, der nutzt bereits Kapazitäten aus der Cloud. Hier liegt bereits ein erster Vorteil für Cloud Computing auf der Hand: Die Nutzung ist absolut frei und flexibel und ganz besonders ist sie standortunabhängig, denn der Nutzer ist nicht an ein bestimmtes Endgerät gebunden. Ein wieteret Vorteil ist, dass sich der Anwender nicht um nötige Softwareaktualisierungen kümmern. Außerdem ist die Cloud oftmals auch sehr günstig, denn der Nutzer ist nicht auf einen leistungsstarken Rechner mit sehr viel Speichervolumen angewiesen und ein einfacheres Modell ist vollkommen ausreichend. Dieser äußerst günstige und mit unter geschenkte Speicherplatz ist auch einer der größten Vorteiel von Cloud Computing. Viele Anbieter schenken ihren Kunden Speicherplatz, wenn sie sich ein Konto einrichten. Wer dann die Anwendung auch noch von unterschiedlichen Geräten nutzt – PC, Tablet, Smart Phone – bekommt oft noch mehr Speicherplatz. Auch gilt dies oft bei Neukundenwerbung, im Sinne von Kunde wirbt Kunde. Auch die Anbieter der eigenen Geräte stellen keine Einschränkungen bei einem kostenlosen Cloud-Speichervolumen dar – es ist also egal, ob man Windows-Kunde ist oder Apple- oder Android-Geräte benutzt. Auch ist dies sehr von Vorteil, wenn es um die Datensicherung geht – denn wer die richtigen Häkchen setzt, muss sich eigentlich auch gar nicht mehr um eine Sicherungsdatei kümmern. Die einzelnen Geräte speichern Fotos, eBooks und Musiktitel automatisch in der genutzten Cloud, ergo auf dem Server des Anbieters der Cloud. Wenne sdann im aller schlimmsten Fall zu einem Festplattencrash kommt oder gar das Smartphone verloren  geht, ist der Schaden nur halb so schlimm, da die meisten Daten bereits doppelt gesichert sind. Es gibt hier allerdings sehr viele individuelle Lösungen, je nach Anbieter und Vertragseinrichtung.

Eine kostenlose Cloud nutzen oder doch lieber Geld ausgeben?bilder

Kostenlos oder lieber zahlen, das ist die Frage. Es gilt ganz allgemein: Wer gut organisiert ist, kann seine Daten auf viele kostenlose Cloudspeicher verteilen, ohne dabei durcheinander zu kommen. Bei großen Datenmengen kann man schnell das Pech haben, dass der Gratis-Speicher schnell ausgefüllt ist. Um viele und große Dokumente in einer Cloud zu haben, der muss höchstwahrscheinlich für seinen Speicherplatz auch etwas zahlen. Erst dann wird auch ein Vertrag auszufüllen sein, indem alle Bedingungen aufgelistet sind.

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